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Loxone für Elektrotechniker: Einstieg, Kalkulation und erstes Projekt

Smart Home ist für viele Elektrobetriebe der naheliegendste Weg, mehr Wertschöpfung pro Baustelle zu erzielen — und gleichzeitig der Bereich, vor dem am meisten Respekt herrscht. Dieser Beitrag beschreibt, wie der Einstieg bei Loxone tatsächlich abläuft, was er kostet und wo die ersten Projekte typischerweise schiefgehen.

Was sich für den Betrieb ändert

Der wichtigste Unterschied zur klassischen Elektroinstallation ist nicht die Technik, sondern die Verschiebung des Aufwands nach vorne. Bei einer konventionellen Installation entsteht die Arbeit auf der Baustelle. Bei Loxone entsteht ein erheblicher Teil davor: in der Planung, im Aufnehmen der Kundenwünsche und im Festlegen, welcher Verbraucher an welchem Kanal hängt.

Das ist keine Mehrarbeit ohne Gegenwert. Ein sauber geplantes Projekt lässt sich in wenigen Tagen in Betrieb nehmen, weil in der Konfiguration nichts mehr gesucht werden muss. Ein ungeplantes Projekt frisst genau diese Zeit in der Inbetriebnahme wieder auf — nur dann unbezahlt und unter Zeitdruck.

Der technische Einstieg

Sie brauchen für ein erstes Projekt weniger, als die meisten annehmen:

  • Einen Miniserver als Zentrale — bei kleineren Objekten reicht der Miniserver Compact.
  • Loxone Config, die Planungssoftware. Kostenlos, läuft unter Windows.
  • Die passenden Extensions für die Zahl Ihrer Kanäle.
  • Ein 24-V-Netzteil mit ausreichend Reserve.

Loxone Config ist eine Konfigurations-, keine Programmieroberfläche. Wer eine SPS oder KNX ETS bedient hat, findet sich in wenigen Stunden zurecht. Wer noch nie mit Bussystemen gearbeitet hat, sollte für das erste Projekt trotzdem zwei bis drei Tage Einarbeitung einplanen.

Kalkulation: womit Sie rechnen sollten

Der häufigste Kalkulationsfehler im ersten Projekt ist, die Automatisierung wie Material zu behandeln und die Planungs- und Inbetriebnahmezeit nicht auszuweisen. Realistisch sind bei einem Einfamilienhaus:

  • Planung und Aufnahme: ein halber bis ganzer Tag, abhängig davon, wie klar die Vorstellungen des Bauherrn sind.
  • Konfiguration: ein bis zwei Tage für ein Standardhaus mit Licht, Beschattung, Heizung.
  • Inbetriebnahme vor Ort: ein bis zwei Tage, inklusive Einschulung der Bewohner.

Weisen Sie diese Positionen im Angebot getrennt aus. Kunden akzeptieren Planungsaufwand problemlos, wenn er benannt ist — sie akzeptieren ihn nicht, wenn er als Aufschlag im Materialpreis versteckt wird und später jemand die Listenpreise vergleicht.

Die Nachrechnung nicht vergessen

Führen Sie beim ersten Projekt sauber Buch über die tatsächlich aufgewendeten Stunden. Fast alle Betriebe unterschätzen das erste Projekt und überschätzen danach das zweite — die realistische Kalkulation stellt sich ab dem dritten ein, aber nur, wenn Zahlen vorliegen.

Die häufigsten Fehler im ersten Projekt

Zu knappes Netzteil

Die Summe aller Tree-Geräte, Taster und Sensoren wird regelmäßig unterschätzt. Rechnen Sie die Last durch und legen Sie mindestens 30 % Reserve drauf. Ein sporadisch neu startender Miniserver wegen eines an der Grenze laufenden Netzteils ist ein Fehlerbild, das Sie einmal suchen und nie vergessen.

Zu wenig Reserve bei den Kanälen

Nachträglich eine Extension einzubauen ist im fertigen Verteiler unangenehm. Planen Sie in jeder Kategorie ein paar freie Kanäle ein — der Kunde kommt garantiert mit Nachrüstwünschen, und dann verkaufen Sie eine Erweiterung statt eines Umbaus.

Beschriftung und Dokumentation

Das Loxone-Projekt ist Ihre Dokumentation. Benennen Sie Bausteine und Kanäle so, dass ein Kollege sie ohne Sie versteht. Spätestens beim ersten Servicefall zahlt sich das aus — oder es kostet Sie einen halben Tag.

Erwartungen des Bauherrn

Klären Sie früh, was automatisch laufen soll und was manuell bedienbar bleiben muss. Die häufigste Beschwerde nach der Übergabe ist nicht ein technischer Fehler, sondern eine Automatik, die der Bewohner nicht erwartet hat.

Wie wir Sie dabei unterstützen

Wir sind selbst als Loxone Platinum Partner aus zahlreichen Installationsprojekten in Oberösterreich gewachsen und wissen, wie das erste Projekt abläuft. Wenn Sie gerade einsteigen: Melden Sie sich, bevor Sie das Angebot legen. Ein kurzer Blick auf die Materialliste und die geplante Kanalaufteilung erspart erfahrungsgemäß mehr Zeit, als das Telefonat kostet.

Wir liefern Originalware ab Lager in Österreich und beraten technisch — auch wenn Sie das Projekt selbst umsetzen.

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